Be the first to go to rescue.

Zu den Legenden der Pfadfinderbewegung gehört "Das erste Zeltlager" 1907 auf der Brownsee-Insel. Dorthin paddelte der Gründervater, Lord Robert Baden-Powell ("BiPi", 1857 - 1941) mit ein paar Jungen aus den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten des alten Englands, die alle die gleichen Halstücher trugen, in den gleichen Zelten schliefen und das gleiche Abenteuer suchten. Was er ihnen abends in der Lagerfeuerrunde erzählte, erschien kurze Zeit später als "Scouting for Boys" - auf Deutsch: "Pfadfinden", eines der meistgedruckten Bücher weltweit (*). Hier lässt sich nachlesen, welchen Anspruch er an uns hatte:

"Remember your motto BE PREPARED. Be prepared for accidents by learning forehand what you ought to do in the different kinds that are likely to occur. Be prepared to do that thing the moment the accident does occur. And when the accident does occur, be the first to go to rescue. Don´t let an outsider be ahead of you."

O.k., verstanden: keine Muggel vorlassen - aber deine Akela wohl schon: 1909, keine zwei Jahre später stellte sich die erste Girl-Guide-Gruppe aus dem Örtchen Pinkneys Green dem Gründer vor. Der korrigierte sogleich seinen Denkfehler, Pfadfinden könnte nur ein Jungsdingsda sein. Seitdem sind viele Feuer heruntergebrannt und Welten liegen zwischen der Welt von gestern und heute, und doch: Die allermeisten Tricks stimmen immer noch! Und obwohl Erste Hilfe kein Hexenwerk ist, hat es etwas Magisches, mit den bloßen Händen ein Leben zu retten oder Schmerzen zu lindern.

(*) World Scout Brotherhood Edition of Scouting for Boys, published 2004 for World Scout Bureau, ISBN 2-9523075-0-4

Erste-Hilfe-Ausbildung heute? Mein Buch soll dazu einen gut sortierten Beitrag liefern. Und hier sind ein paar Vorschläge für Kurse zu diesem Thema.